Ein Loch im Lieblingspulli, ein Knopf ist ab oder die Naht an der Jeans geht auf? Das ist noch lange kein Grund, ein Kleidungsstück auszusortieren. Oft reichen Nadel, Faden und ein paar Minuten Zeit, um deine Lieblingsteile wieder fit zu machen.
Der Internationale Tag der Reparatur am 17. Oktober 2026 ist deshalb der perfekte Reminder: Erst reparieren, dann über Wegwerfen nachdenken! Das schont Ressourcen und deinen Geldbeutel – und mit ein bisschen Übung macht es dir sogar Spaß.
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Knopf ab? Schnell wieder dran!
Ein abgefallener Knopf gehört zu den einfachsten Reparaturen. Du brauchst nur Nadel und Faden – am besten in einer Farbe, die zum Kleidungsstück passt.
Fädle den Faden durch die Nadel und mache am Ende einen Knoten. Stich von der Rückseite des Stoffes nach vorne, führe den Faden durch ein Loch im Knopf und anschließend durch ein anderes wieder zurück. Wiederhole das einige Male, bis der Knopf fest sitzt. Zum Schluss den Faden auf der Rückseite gut verknoten – fertig!
Extra-Tipp: Schau einmal auf der Innenseite deines Kleidungsstücks nach. Bei Hemden, Blusen oder Jacken ist dort manchmal ein Ersatzknopf eingenäht.
Naht aufgegangen? Kein Drama!
Eine offene Naht sieht schnell nach einem größeren Schaden aus, lässt sich aber häufig ganz einfach schließen. Drehe das Kleidungsstück auf links und lege die beiden Stoffkanten wieder so zusammen, wie sie ursprünglich vernäht waren. Anschließend kannst du die offene Stelle mit kleinen, möglichst gleichmäßigen Stichen in einer passenden Garnfarbe schließen.
Achte darauf, nicht zu stark am Faden zu ziehen. Sonst kann sich der Stoff zusammenraffen.
Kleines Loch? Mach etwas Besonderes daraus!
Ein kleines Loch im T-Shirt, Pulli oder in der Jeans muss nicht unsichtbar werden. Visible Mending macht die Reparatur ganz bewusst sichtbar. Mit einem Faden in einer Kontrastfarbe kannst du zum Beispiel ein kleines Muster über das Loch sticken. Auch ein cooler Patch kann aus einer kaputten Stelle einen Hingucker machen.
So wird aus einem kleinen Schaden sogar ein Kleidungsstück, das sonst niemand hat.
Jeans gerissen? Patch it!
Gerade Jeans lassen sich gut mit einem Stück Stoff flicken. Schneide einen Patch etwas größer als das Loch zu und lege ihn von innen darunter. Danach nähst du ihn rund um die beschädigte Stelle fest. Das geht bei kleineren Stellen gut per Hand, bei größeren Flächen ist eine Nähmaschine hilfreich.
Du hast eine alte Jeans, die wirklich nicht mehr zu retten ist? Hebe ein Stück davon auf. Der Stoff eignet sich prima als Material für zukünftige Reparaturen.
Kleine Reparatur, große Wirkung
Kleidung selbst zu reparieren verlängert ihre Lebensdauer. Du sparst also nicht nur Geld, sondern gehst auch bewusster mit Materialien und Ressourcen um.
Und ganz nebenbei lernst du etwas darüber, wie textile Produkte aufgebaut sind und verarbeitet werden. Denn Nähen, Reparieren und der Umgang mit unterschiedlichen Materialien gehören auch in vielen Berufen der Textil- und Modeindustrie zum Alltag.
Also: Nadel raus, Faden rein und deinem Lieblingsteil eine zweite Chance geben!